Monat: März 2019

Vielen Dank

Ich sehe, die Häädlerinnen und Häädler wollen ihren Gemeindepräsidenten für sich behalten. Herzlichen Dank für das Vertrauen, dass Sie in mich als Gemeindepräsidenten setzen.

Ich nehme zur Kenntnis, dass das Entschädigungsreglement zu schwierigen Diskussionen geführt hat. Ich habe volles Verständnis, dass die Höhe der Entschädigung diskutiert wurde. Jetzt ist der Lohn beschlossene Sache, und ich akzeptiere den Volksentscheid.

Ich freue mich auf meine weitere Tätigkeit als Gemeindepräsident und werde mich ganz auf uns und Heiden konzentrieren. Ich bedanke mich bei allen, die mich gewählt haben und ich werde mich auch für jene einsetzen, die mir ihre Stimme nicht geben konnten.

Abstimmen nicht vergessen – Fairness und freie Meinungsäusserung

Wer von Ihnen schon ein Lohngespräch mit dem Chef geführt hat weiss, wie schwierig es ist, für den eigenen Lohn einzustehen. Geschweige denn, dieses Gespräch mit der ganzen Bevölkerung zu führen. Aufgrund der laufenden Diskussionen über meinen Lohn möchte ich einzelne Punkte davon ansprechen. Zuallererst ist es mir jedoch wichtig klarzustellen, dass ich das Kollegialitätsprinzip nicht verletzt habe. Der Gemeinderat hat entschieden, mich ich als subjektiv Betroffenen vom Kollegialitätsprinzip zu entbinden. So äussere ich mich im Sinne des demokratischen Grundrechts der freien Meinungsäusserung zu meiner Entschädigung. Das Entschädigungsreglement in der vorliegenden Form gefällt mir. Es ist einfach, klar und übersichtlich aufgebaut. Die Erhöhung der Entschädigungen für die übrigen Behördenmitglieder habe ich stets unterstützt und mag diese meinen Kolleginnen und Kollegen auch von Herzen gönnen. Insbesondere finde ich es richtig, dass sie sich neu der Pensionskasse anschliessen können. Damit wird gewährleistet, dass wir auch in Zukunft fähige Kandidatinnen und Kandidaten für dieses Amt finden. Dies soll auch fürs Gemeindepräsidium gelten. Ich bin durchaus für eine Veränderung des Lohnes, sofern diese begründet und nachvollziehbar ist. Mein Amt habe ich vor vier Jahren motiviert und mit Begeisterung angetreten. Ich wusste auch, dass mein Lohn erst nach Amtsantritt festgelegt wird, doch ich vertraute darauf, in etwa den Lohn meines Vorgängers zu erhalten. Diese zweite (erneute) Reduktion gegenüber dem Lohn meines Amtsvorgängers ist unter diesem Aspekt zu beurteilen. Und weil sie weder nachvollziehbar noch begründet ist, lehne ich dieses eine Element ab. Denn künftige Kandidatinnen und Kandidaten für dieses Amt sollen mit Recht Zuverlässigkeit und Vertrauen erwarten dürfen. Das ist meines Erachtens nur fair. Mir ist durchaus bewusst, dass ich einen guten Lohn habe. Genauso bewusst bin ich mir, dass das Entschädigungsreglement wohl angenommen werden wird. Ich werde den Volksentscheid auch akzeptieren und mit dem neuen Lohn gute und professionelle Arbeit leisten. Das beinhaltet genauso die Zusammenarbeit im Gemeinderat. Ich fühle mich wohl hier in Heiden, und ich möchte mich auch in Zukunft mit meiner ganzen Kraft für die Gemeinde einsetzen.

NEIN zum Entschädigungsreglement

Obschon Gallus Pfister viele der neuen Regelungen des Entschädigungsreglements für gut befindet, empfiehlt er den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern dennoch eine Ablehnung. Er hat sich im Gemeinderat stets gegen die unbegründete Lohnkürzung für das Amt des Gemeindepräsidiums ausgesprochen.

Gallus Pfister begrüsst die Ausarbeitung eines neuen, totalrevidierten Entschädigungsreglements. Die vorliegende Form sieht er als gelungen. Das Reglement ist einfach aufgebaut, klar strukturiert und kurz und bündig gehalten. Pfister sieht es auch als wichtig und richtig an, dass Tätigkeiten zugunsten der Gemeinde und der Allgemeinheit angemessen entschädigt werden. Er hat sich auch insbesondere für die Erhöhung der Abgeltungen für die Gemeinderatsmitglieder sowie die Möglichkeit, diese neu auch bei der Pensionskasse versichern zu können stark gemacht. Auch die Anpassungen der Entschädigungen für die GPK-Mitglieder befürwortet und unterstützt er.

Unbegründete Lohnkürzung
Kein Verständnis zeigt Gallus Pfister allerdings für die beantragte Reduktion des Lohnes des Gemeindepräsidenten. Bereits bei der Anstellung des jetzigen Amtsinhabers wollte der Gemeinderat den Grundlohn gegenüber dem Vorgänger um rund 30 Prozent kürzen. Das Honorar für den Gemeindepräsidenten soll jetzt ein weiteres Mal unbegründet und kommentarlos auf Fr. 170’000.- inklusive Sitzungsgelder und Mandatsentschädigungen plus Spesen gekürzt und festgesetzt werden.

Verantwortungsvolles Vollamt
Gallus Pfister sieht keine Gründe, warum der heutige Gemeindepräsident Amtsinhaber einen wesentlich tieferen Lohn erhalten soll, als sein Vorgänger. Das bedeutende und verantwortungsvolle Amt eines Gemeindepräsidenten erfordert besondere Führungs-, Gestaltungs-, Kontroll- und Umsetzungskompetenzen. Diese sollten im Sinne einer zukunftsorientierten Entwicklung der Gemeinde angemessen und fair entschädigt werden.

Gebot der Gleichbehandlung
Wieso die Gemeinderäte sich eine Entschädigungserhöhung zusprechen, dem Gemeindepräsidenten aber eine Lohnkürzung verordnen wollen, ist nicht nachvollziehbar. Auch wenn es sich beim Lohn des Gemeindepräsidenten nach wie vor um eine hohe Entschädigung handelt, so besteht dennoch kein Anlass, das moralische Gebot der Gleichbehandlung im Vergleich zu seinem Vorgänger zu verletzen.

Faire und korrekte Entschädigung
Obschon Gallus Pfister viele der neuen Regelungen für gut befindet, empfiehlt er den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern für die Abstimmung vom 17. März eine Ablehnung des revidierten Entschädigungsreglements. Der Gemeinderat wird aufgefordert, das Reglement so auszuarbeiten, dass es den Gemeindepräsidenten im Vergleich zu seinem Amtsvorgänger und seinen Ratsmitgliedern ebenfalls fair und korrekt entlöhnt.

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